Aufbau, Kosten und Lebensdauer einer RebanlageFür die Neuanlage der Reben wird der Boden durch tiefes Pflügen (= Rigolen) oder durch tiefes Lockern vorbereitet. Ab Ende April bis spätestens Anfang Juni werden die Setzlinge gepflanzt. Der Reihenabstand beträgt meist 1,8 – 2 m, der Abstand in den Reihen 1,1 – 1,3 m. Für einen Hektar benötigt man etwa 4.200 Pfropf-reben-Setzlinge.
Erstes Standjahr Am Pflanzstab wird ein kräftiger Trieb hochgebunden. Dieser bildet später den Stamm des Rebstockes. Die Seitentriebe (= Geize) werden entfernt. Im Sommer nach der Pflanzung müssen die Pfähle für den Drahtrahmen geschlagen und die Drähte eingezogen werden. Zweites Jahr Wenn die jungen Reben im ersten Jahr dank guter Niederschlagsverteilung gut gewachsen sind, kann schon im zweiten Jahr ein erster kleiner Ertrag erwartet werden. Drittes Jahr Nach dem Rebschnitt im Spätwinter oder zeitig im Frühjahr des dritten Jahres wird eine Holzrute auf den untersten Draht gebogen. Daraus treiben die trauben-tragenden Triebe, die dann günstigenfalls im Herbst des dritten Jahres den ersten vollen Ertrag bringen. Kosten Bis zur ersten vollen Ernte belaufen sich die Material- und Arbeitskosten für den Aufbau einer Junganlage auf etwa 35.000 Euro pro Hektar (Stand 2003). Lebensdauer Eine Rebpflanzung hat eine Lebensdauer von etwa 30 Jahren. |