Station 4
Die Arbeit des WinzersDie Arbeit des Winzers
400 bis 500 Arbeitsstunden muss der Winzer jährlich für die Bewirtschaftung von einem Hektar Rebland investieren.
(1 Hektar = 10.000 m2 mit ca. 4.200 Rebstöcken liefert zwischen 4.000 und 9.000 Liter je nach Zielvorgabe und Vegetation).
Auf engen Parzellen und kleinen Terrassen, welche nicht mit dem Schmalspur-Traktor zu befahren sind, kann der Arbeitsaufwand bis zu 1.300 Arbeitsstunden erreichen.

Arbeiten im Jahresablauf
Ganzjährig: Bodenbearbeitung bzw. Mähen der Bodenbegrünung.
Winter: Rebschnitt, Reparatur der Drahtrahmen.
Frühjahr, vor Austrieb der Knospen: Biegen und Anbinden der Holzruten, Nährstoffversorgung des Bodens mit Mineral- und Humusdüngern.
Sommer: Stockarbeiten – Ausbrechen zu eng stehender Triebe
Entfernung von Doppel- und Kümmertrieben
Einflechten der Triebe in den Drahtrahmen
Gipfeln = Einkürzen der Laubwände
Rebschutz: 5 – 8 Behandlungen gegen Krankheiten und Schädlinge, vor allem gegen Echten und Falschen Mehltau
Auslauben der Traubenzone zur besseren Belüftung und Besonnung der Trauben
Ausdünnen = Grünlese = Entfernen von Trauben zugunsten höherer Qualität
Herbst, Ende September und Oktober: Traubenernte – Mehr als ein Drittel der jährlichen Arbeit wird in den wenigen Erntewochen geleistet.

Jährlicher Arbeitsaufwand pro Hektar
Dez. bis März        Rebschnitt, Reparatur der Drahtrahmen           80 Std.
Febr. bis Apr.        Biegen und Anbinden der Holzruten               30 Std.
Mai bis Juli         Stockarbeiten: Einflechten der Triebe,              130 Std.
Ausbrechen, Einkürzen,
Auslauben und Ausdünnen
Mai bis Juli        Rebschutz: 5 – 8 Behandlungen                         15 Std.
gegen Echten und Falschen Mehltau 
Sept. bis Okt.        Traubenernte                                           170 Std.
Ganzjährig Boden- und Begrünungspflege                                  35 Std.

                                                                              Summe: 460 Std.
 
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